VORHER
Das Bild zeigt einen früheren Zustand des Gebäudes. 
1835 als freistehendes Bruchsteinbauwerk mit Schiefereindeckung errrichtet, wurde die Synagoge mit dem Betsaal als Zeremonieraum von der jüdischen Gemeinde genutzt. 1938 wurde es an ein Winzerehepaar verkauft. Viele Jahre fristete das Gebäude in der Mühlenbachstraße ein trauriges, unbeachtetes Dasein, bis man sich der Geschichte des Hauses bewusst wurde und die Gemeinde Bruttig-Fankel das Gebäude mit Unterstützung der Kulturstiftung Rheinland-Pfalz erwarb.

HEUTE
Das "Haus der Kultur & Begegnung" wurde in den Jahren 2003-2005  nach dem Erwerb durch die Gemeinde Bruttig-Fankel aufwändig renoviert. Das Gebäude erhielt einen Außenputz , die Außentreppe wurde neu angelegt, der Betsaal sowie die Frauenempore  weitgehend originalgetreu wiederhergestellt. In unzähligen Stunden renovierten einige Bruttiger Bürger unter Federführung von Reinhold Dören und Manfred Ostermann die ehemalige Synagoge und überführten sie so in den jetzigen Zustand. Der untere Teil ist der Gewölbekeller und beherbergt die Keller-Mikwe. 

VORHER
Nach dem Verkauf der Synagoge an ein Winzerpaar wurde das Gebäude als Lagerhaus genutzt. Die Mikwe wurde zugeschüttet und der Keller als Fasskeller genutzt. Hier in der Bildmitte  deutlich zu sehen: die Tora-Nische.

HEUTE
Der Betsaal nach seiner aufwändigen Wiederherstellung, wie wir ihn heute  als Veranstaltungssaal nutzen. Zusätzlich wurde  eine Rahmenheizung sowie zwei Heizstrahler an den Deckenabstrebungen angebracht. Mit einer Bühne und ca. 40 Sitzplätzen bietet der Betsaal einen Raum für Kultur & Begegnung.

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Die Mikwe, das rituelle Tauchbad, wurde von Studenten der Fachhochschule Wiesbaden im Rahmen eines Architekturprojektes nach der Verschüttung wieder freigelegt. Der Förderverein arbeitet daran, dass die Keller-Mikwe nebst Heizsystem und Vorraumeinbau fachgerecht und denkmalschutzgemäß wieder hergestellt wird. 

Da aus der hinteren Felswand des Kellers ständig ein Rinnsal fließt, konnte dieses als „lebendiges Wasser“ zur Füllung der Mikwe genutzt werden. Der Abfluss gelangte über einen Auslauf in den Mühlenbach (heute mit der Mühlenbachstraße überbaut). 
Die hohe Luftfeuchtigkeit im Keller-/Mikwegewölbe bereitet uns heute große Probleme, was an der Außenwand im Putz deutlich zu erkennen ist.

Der Blick zeigt den alten Zustand der sog. Rabitz-Decke, die im Betsaal ein überwölbendes Himmelszelt als Decke bildet. Zu sehen sind hier die beiden Occuli, runde, hoch angebrachte Fenster nach außen.

Unter der „Himmelszeltdecke“ finden im Betsaal unsere Veranstaltungen statt.

Das Bild zeigt eine alte Ansicht auf die Ortslage, in die die Synagoge eingebaut und eingebettet wurde. Hinten die katholische Kirche, davor das alte Pfarrhaus, und wiederum davor die 1835 auf dem alten katholischen Weinkeller errichtete Synagoge.

Aufnahme aus der laufenden Renovierungsmaßnahme 2003-2005.